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Krabat 28. Dezember 2008 um 11:00 Uhr

Krabat Kinokarte

Film

Wertung: ★★★★☆

Es ist selten für mich, eine Buchverfilmung zu sehen, dessen Vorlage ich kenne… Wir haben damals in der Schule die Buchvorlage zusammen in der Klasse gelesen, und an ein paar Dinge kann ich mich noch erinnern. Natürlich kann man sich hier aufregen, welche Stellen im Drehbuch weggelassen oder verändert wurden, aber mich hat keine dieser Entscheidungen irgendwie gestört.

Die Geschichte von Krabat, der etwas andere Zauberlehrling in einer düsteren Welt inmitten von Krieg, Krankheiten und schwarzer Magie wird mithilfe einer Erzählerstimme stimmig erzählt. Die Handlung funktioniert, sie ist lange aber nicht langweilig und es werden viele Kreise geschlossen. Apropos: Ein paar Dinge haben mich sehr an die Szene mit dem verstorbenen Vater in Der König der Löwen erinnert, sei es die Stimme des Meisters die dem Bettler “Krabaat” zuruft oder die Wasserpfützen-Kommunikation mit der Freundin. Andere Einflüsse aus dem Fantasy-Genre haben wohl dafür gesorgt, dass es eine Actionszene und zahlreiche Special Effects gibt. Manchmal schauen sie gut aus, manchmal etwas übertrieben bzw. überstürzt. Hier bin ich etwas skeptisch, ob die Bullettime-Szene wirklich schon wie in 300 wirken musste. Auf der anderen Seite haben die Tranformationen in (vorsicht, spoiler) Raben und wieder zurück super ausgeschaut und hatten handlungsmäßig auch einen Sinn!

Der Film funktioniert dort gut, wo er auf seine eigene Art die Geschichte erzählt, und die Spezialeffekte haben da etwas gezwungen gewirkt. In wirklich jedem anderen Bereich wurde sehr gute Arbeit geleistet, sei es schauspielerisch, kameratechnisch oder die ganzen Arbeiten hinter den Kulissen wie Garderobe oder Make-Up. Wenn einem bewusst ist, wie viel Aufwand in so einer Produktion steckt, alleine damit sie authentisch und glaubwürdig rüberkommt, merkt man wie wenig Fehler passiert sind und wie viel Arbeit dahinter steckt.

Vorstellung

Wertung: ★★★★★

Es ist immer erfrischend, einen Film anzuschauen der nicht vom Fließband Hollywoods exportiert wird. Mit diesem Gefühl habe ich mir heute Mittag diese deutsche Produktion angeschaut. Nur ein kleiner Haufen Leute war in der Matinee-Vorstellung, und es war recht gemütlich in diesem leisen Kinosaal die schneebedeckten Landschaften zu sehen, während auch draußen seit ein paar Tagen echter Schnee liegt. Für diesen Film brauchte man auch nicht unbedingt Popcorn.

Nur warum wird dieser Film in ganz Kärnten nur mehr am Sonntag gezeigt? Er kann doch fast nicht so schlecht besucht sein, oder hat hier das Marketing versagt? Egal, ich leiste hier meinen Beitrag und werde ihn weiter empfehlen :)

Gesamtwertung: ★★★★½

The Day the Earth Stood Still 22. Dezember 2008 um 18:30 Uhr

The Day the Earth Stood Still Kinokarte

Film

Wertung: ★★☆☆☆

Was bekommt man bei einem Remake eines klassischen Alien-Invasion-Films, der bereits für unzählige andere Filme den Weg geebnet hat? Auf jeden Fall nichts sonderlich beeindruckendes. Eine Chance hat der Film aber von mir bekommen. Aber ich muss ihn leider in Grund und Boden kritisieren, was ich selten mache…

Es fängt an mit der Landung eines UFOs, immerhin eigenwillig designt aber schlecht umgesetzt. Es schaut es wie eine große Kugel (oder wie im Film: Sphäre), die aus Wolken besteht und außerdem unglaublich hell leuchtet. Man sieht ständig die Lichtstrahlung durch die Städtelandschaft New Yorks oder durch die Wälder… strahlen. Langweilig!

Dann wird das Militär von der Vertreterin des amerikanischen Präsidenten mobilisiert, was man sicher schon trilliarden Male gesehen hat. Ich muss gar nicht viel sagen, aber mir ist zum Beispiel Godzilla oder Cloverfield eingefallen. Aber es ist fast noch der spannendste Teil des Films, denn ab dann wird fast nur mehr mit dem Auto herum gefahren, um herauszufinden was Keanu Reeves ähh… Klatuu auf der Erde will. Will Smiths Sohn nervt eigentlich die ganze Zeit nur herum, nebenbei wird der Tod seines fiktiven Vaters aufgearbeitet. Am Schluss beschließt Klatuu dann doch, die Erde zu verschonen. Aber so richtig gut können das die Schauspieler auch nicht transportieren.

Positiv aufgefallen ist mir nur die Botschaft, dass die Erde nicht der Menschheit (und schon gar nicht den USA) gehört, auch wenn wir uns so überlegen vorkommen. Doch das gab es damals im Original auch schon, man kann hier also nur anmerken dass es gut ist, diesen Gedanken wieder in Erinnerung zu rücken. Aber es wird einfach nichts Neues oder Spektakuläres gezeigt, und so geht dieser Film unter.

Vorstellung

Wertung: ★★★★☆

Zum Glück war es ein Kinotag, sonst hätte ich mich auch noch wegen dem ausgegebenen Geld aufgeregt. Nein, so schlimm ist es nicht. Eigentlich gebe ich jedem Film eine Chance, denn ohne ihn gesehen zu haben kann man kaum darüber urteilen. Außerdem wollte ich keinen Sci-Fi mit Keanu Reeves verpassen. Im Endeffekt war es gut, wieder ins Kino zu kommen, auch um endlich wieder mal Billard zu spielen.

Gesamtwertung: ★★★☆☆

The Dark Knight 24. August 2008 um 20:00 Uhr

The Dark Knight Kinokarte

Film

Wertung: ★★★★☆

Bei einem Film wie diesem, der schon Wochen vorher einen unglaublichen Hype hervorgebracht hat, ist es schwer als Besucher nicht wegen zu hohen Erwartungen enttäuscht zu werden. Es wurde aber alles gehalten, was versprochen wurde: Ein brilliant gespielter, anarchischer Joker, die gleiche düstere und ernste Atmosphere wie in Batman Begins und mehr Action. Er war lange, aber nicht langweilig. Batmans verstellte Stimme ist wohl Geschmackssache, die Moral etwas fragwürdig, aber sonst kann man sich nicht beklagen. Solide, spannende und witzige Unterhaltung!

Vorstellung

Wertung: ★★★★½

Der große Saal 1 war etwa halb voll, und so gab es viele Reaktionen auf den psychopatischen Humor vom Joker, die großartigen Actionszenen und den einen oder anderen Schocker. Diesen Film muss man wirklich im Kino erlebt haben!

Gesamtwertung: ★★★★½

Iron Man 17. Mai 2008 um 22:45 Uhr

Iron Man Kinokarte

Film

Wertung: ★★★★½

Wahnsinn war der geil. Hätte echt nicht erwartet, dass er so gut sein würde! Im Trailer haben sie den einzig unlustigen Witz im ganzen Film gezeigt. Schlecht für die Promotion, gut für das Filmerlebnis. Man wird absolut überrascht von unglaublicher Action, vielen lustigen Momenten und Dialogen, einer ausführlichen Einleitung die an den ersten Spider-Man oder Batman Begins erinnert und einem aktuellen politischen Szenario. Downey Jr. spielt einen reichen Waffen-Industriellen & Playboy, der in Afghanistan von Terroristen entführt wird und gezwungen wird eine seiner Superwaffen zu bauen. Stattdessen wird daraus eine Rüstung, mit der er praktisch unverwundbar ist und die er benutzt um zu fliehen. Zurück in L.A. will er die Waffenproduktion seiner Firma stoppen und als Iron Man seine produzierten Waffen in den Händen der Terroristen zerstören.

Ich habe den Film wirklich genossen und für mich nimmt er einen Platz ganz oben bei den Comicverfilmungen ein. Die CG-Animationen schauen wunderschön, klar und realistisch aus, auch die vielen Interfaces und Hologramme sind spannend, nur am Schluss kommt wieder etwas zu viel motion-blur ins Spiel und die Orientierung fällt schwer. Aber die ausführliche Handlung, Action wie aus einem Computerspiel mit unendlichen Möglichkeiten und Freiheiten, die politische Aktualität, und die kleinen Details wie das Stark Industries ein ähnliches Logo wie Lockheed Martin hat machen den Film zu einem must-see!

Vorstellung

Wertung: ★★★★☆

Der Film hat einfach sehr gut im Kinosaal gewirkt. Bei der Vorstellung kann man sich nicht beschweren, es gab aber auch keine besonderen Zwischenfälle an die ich mich erinnern kann.

Gesamtwertung: ★★★★½