Quantum of Solace 6. November 2008 um 20:35 Uhr
Film
Es liegt nahe, Quantum of Solace mit dem Beginn des Bond-Reboots Casino Royale zu vergleichen. Es eine direkte Fortsetzung, der zweite 007 mit Daniel Craig, wodurch die Erwartungen hoch waren. Vorher war bekannt, dass es mehr Action geben würde und die Spielzeit mit 100 Minuten verhältnismäßig kurz sein würde. Nach vielen Werbeclips, die auf James Bond bezogen sind, geht es los mit dem, was letztes Mal gefehlt hat: Eine rasante Verfolgungsjagd mit dem Aston Martin, wo es richtig brutal zugeht!
Dann kommt das Intro, und hier beginnt die Enttäuschung. Es sieht zwar ganz nett aus, wirkt aber nicht so modern und zeitgemäß wie bei Casino Royale. Bei dessen Intro kamen vektorbasierende Motion Graphics gerade so richtig in Mode. Hier ist nun schon wieder Schluss damit, stattdessen sehen wir ein einsames Projektil durch jede Menge Wüstenstaub fliegen und ein paar Umrisse von Bond und den Girls. Der Song ist nicht so fetzig und bleibt eher im Hintergrund. Mich hat das nicht beeindruckt, und so ging es dann auch leider weiter. Irgendwie konnte die Action nicht mit CR mithalten, und zwar hauptsächlich weil man nicht wirklich den Überblick hatte. Kamera und Schnitt waren hier ziemlich “experimentell”. Was Gadgets betrifft fielen besonders die neuen Interfaces des MI6 auf. Es wirkt alles wie direkt von Minority Report abgeschaut und das macht es billig. Hatten sie für diesen Film einfach viel weniger Budget? Nein! Sogar mehr als Doppelte hat Ein Quantum Trost verglichen mit dem Vorgänger gekostet. Es muss wohl an etwas anderem liegen.
Im Endeffekt gefällt mir Casino Royale um einiges besser, ich habe ihn kurz nach diesem Kinobesuch wieder gesehen. Dort ist einfach noch mehr vom klassischen Bond-Feeling dabei, obwohl ja schon vieles weggenommen wurde. Aber Quantum of Solace nimmt noch mehr weg und es bleibt nicht viel mehr als ein reiner Action-Streifen im Sinne von Popcorn-Kino übrig.
Vorstellung
Im Cineplexx gab es dann zur Premiere des neuen Bond-Streifens ein Popcorn-Menü mit Cola im 007-Becher. Allerdings sind die toll bedruckten Becher ausgegangen und ich zahle 30 Cent mehr für die sonst gleiche Coke Zero Box.







Obwohl das Intro jetzt nicht seinem Vektor-Vorgänger gefolgt ist, war es vom Einblenden der Typografie eine wahre Wonne! Das Casino Royale-Intro war zwar cool, doch da gab es auch mehrere Stellen, wo ich mir gewünscht hätte, dass es etwas ausgeklügelter und weniger plump gewesen wäre. Der Titelsong von Jack White ist zwar etwas schwerfällig, aber ich find ihn recht cool. Die Texteinblendungen der einzelnen Orte waren übrigens auch großartig!
Im Gesamten fand ich den Film auch zu zerrüttelt und habe die Handlung ehrlich gesagt nicht ganz verstanden. Wohin sich Bond entwickeln wird, können wir nur abwarten. Aber es scheint gerade, wie ich irgendwo gelesen habe, so in Richtung eines Jason Bourne-Verschnitts zu gehen. Den charmanten gefühlslose Killer gibt es wohl nicht mehr.
Oliver am 23. Dezember 2008 um 09:07 Uhr
Ich muss zugeben, der Titelsong ist doch ein Ohrwurm, vor allem durch Jack White’s Stimme! Aber visuell ist mir die Sequenz etwas zu wischi-waschi, diese komischen weißen Himmelszelt-Ellipsen zwischendurch, animiert wie vor 15 Jahren. Bei Casino Royale war viel klarer, worüber es geht und da gab es auch diese netten Kartendesigns mit Anspielungen auf Blut und Schusswaffen…
Die Schrift ist mir auch aufgefallen, die war ziemlich nett
StevyGee am 23. Dezember 2008 um 11:40 Uhr