Krabat 28. Dezember 2008 um 11:00 Uhr
Film
Es ist selten für mich, eine Buchverfilmung zu sehen, dessen Vorlage ich kenne… Wir haben damals in der Schule die Buchvorlage zusammen in der Klasse gelesen, und an ein paar Dinge kann ich mich noch erinnern. Natürlich kann man sich hier aufregen, welche Stellen im Drehbuch weggelassen oder verändert wurden, aber mich hat keine dieser Entscheidungen irgendwie gestört.
Die Geschichte von Krabat, der etwas andere Zauberlehrling in einer düsteren Welt inmitten von Krieg, Krankheiten und schwarzer Magie wird mithilfe einer Erzählerstimme stimmig erzählt. Die Handlung funktioniert, sie ist lange aber nicht langweilig und es werden viele Kreise geschlossen. Apropos: Ein paar Dinge haben mich sehr an die Szene mit dem verstorbenen Vater in Der König der Löwen erinnert, sei es die Stimme des Meisters die dem Bettler “Krabaat” zuruft oder die Wasserpfützen-Kommunikation mit der Freundin. Andere Einflüsse aus dem Fantasy-Genre haben wohl dafür gesorgt, dass es eine Actionszene und zahlreiche Special Effects gibt. Manchmal schauen sie gut aus, manchmal etwas übertrieben bzw. überstürzt. Hier bin ich etwas skeptisch, ob die Bullettime-Szene wirklich schon wie in 300 wirken musste. Auf der anderen Seite haben die Tranformationen in (vorsicht, spoiler) Raben und wieder zurück super ausgeschaut und hatten handlungsmäßig auch einen Sinn!
Der Film funktioniert dort gut, wo er auf seine eigene Art die Geschichte erzählt, und die Spezialeffekte haben da etwas gezwungen gewirkt. In wirklich jedem anderen Bereich wurde sehr gute Arbeit geleistet, sei es schauspielerisch, kameratechnisch oder die ganzen Arbeiten hinter den Kulissen wie Garderobe oder Make-Up. Wenn einem bewusst ist, wie viel Aufwand in so einer Produktion steckt, alleine damit sie authentisch und glaubwürdig rüberkommt, merkt man wie wenig Fehler passiert sind und wie viel Arbeit dahinter steckt.
Vorstellung
Es ist immer erfrischend, einen Film anzuschauen der nicht vom Fließband Hollywoods exportiert wird. Mit diesem Gefühl habe ich mir heute Mittag diese deutsche Produktion angeschaut. Nur ein kleiner Haufen Leute war in der Matinee-Vorstellung, und es war recht gemütlich in diesem leisen Kinosaal die schneebedeckten Landschaften zu sehen, während auch draußen seit ein paar Tagen echter Schnee liegt. Für diesen Film brauchte man auch nicht unbedingt Popcorn.
Nur warum wird dieser Film in ganz Kärnten nur mehr am Sonntag gezeigt? Er kann doch fast nicht so schlecht besucht sein, oder hat hier das Marketing versagt? Egal, ich leiste hier meinen Beitrag und werde ihn weiter empfehlen












